Wenn du dir einen klaren Leitfaden wünschst, wie du deine eigene Jahreslegung — dein Jahresorakel 2026 — gestalten kannst – egal ob mit Tarot, Lenormand, Runen oder anderen Tools – dann findest du hier den idealen Einstieg. Dieser Dreiteiler führt dich Schritt für Schritt durch die Methode, die ich jedes Jahr nutze, um mein neues Jahr zu orakeln. Ich möchte hier bei der großartigen Benebell Wen bedanken, die mir mit ihren Ideen reichlich Inspiration für mein persönliches Ritual geliefert hat. Wenn du eine ausführlichere Anleitung wünscht, kannst du dir auch das Video ansehen, das ich dazu gemacht habe.
Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 dieser Serie. Hier, im dritten und letzten Teil widmen wir uns zwei zentralen Elementen:
- der Sechs-Punkte-Offenbarung, einer Sechs-Karten-Legung, die dein Jahresprofil vervollständigt,
- sowie dem Power Word, deinem persönlichen Jahresmantra.
Beide Werkzeuge geben deiner Jahreslegung Tiefe, Klarheit und Richtung.
1. Die Sechs-Punkte-Offenbarung – was sie so besonders macht
Neben dem Jahreskreis oder der 12-Monate-Projektion bietet Benebell Wen eine zusätzliche Legung an, die sechs zentrale Lebensbereiche analysiert. Sie ist einfach, übersichtlich und enorm aussagekräftig.
Diese sechs Positionen spiegeln deine wichtigsten Lebensfelder wider:
Die drei weltlichen Karten (Materie & Körper)
- Beruf / Karriere / Arbeit
- Finanzen / Stabilität / Absicherung
- Gesundheit & Wohlbefinden
Die soziale Karte (Herz und häusliches Umfeld)
- Beziehungen, Familie, persönliches Umfeld
Die zwei seelischen Karten (innerer Weg)
- Lebensaufgabe / Meilenstein des Jahres
- Spirituelle Praxis / innere Entwicklung
Diese sechs Bereiche bilden gewissermaßen dein inneres „Jahreshaus“. Sie beantworten die Frage:
Was hält 2026 für mich bereit – ganz konkret, ganz persönlich, in jedem Lebensbereich?
2. Vorbereitung: Ziele klären, bevor die Karten sprechen
Bevor du die sechs Karten ziehst, solltest du dich sammeln und dir bewusst folgende Fragen stellen:
- Was wünsche ich mir beruflich für das neue Jahr?
- Welche finanzielle Entwicklung strebe ich an?
- Wie möchte ich gesundheitlich für mich sorgen?
- Welche Beziehungen will ich stärken oder klären?
- Welches innere Wachstum erwartet mich?
- Welche spirituelle Praxis soll mich 2026 begleiten?
Diese Klarheit schützt dich davor, später „umzudeuten“, weil dir eine Karte nicht gefällt.
Notiere dir deine Absichten – kurz, ehrlich, ohne Perfektionismus.
3. Die Legung selbst – einfach, klar, kraftvoll

Du benötigst:
- ein Deck deiner Wahl
- etwas Ruhe
- einen kleinen, geöffneten Arbeitsraum
Ziehe sechs Karten und lege sie in folgendem Muster aus:
1 2 3 4 5 6
(Das Muster ist variabel – wichtig ist nur die Zuordnung der Positionen.)
Du kannst, anders als bei der 12-Monate-Projektion, jede Karte einzeln aufdecken.
Da die Positionen klar abgegrenzt sind, entsteht so ein schöner Spannungsmoment, und jed
4. Die Bedeutung der sechs Positionen
Hier ein kompakter Überblick, wie du die Karten lesen kannst:
1. Karriere / Arbeit
Was stabilisiert, fordert, inspiriert dich beruflich?
Welche Richtung nimmt deine Tätigkeit?
2. Finanzen / Absicherung
Wie verhält es sich mit Ressourcen, Ausgaben, Chancen und Bodenständigkeit?
3. Gesundheit / Wohlbefinden
Welche Themen wollen gepflegt, geschützt oder geheilt werden?
Wo brauchst du Balance?
4. Beziehungen / häusliches Umfeld
Welche Menschen prägen dein Jahr?
Worauf darfst du in Freundschaften oder Familie achten?
5. Lebensaufgabe / Jahresmeilenstein
Was wird 2026 zu deinem zentralen Entwicklungsschritt?
Wofür lohnt es sich, Mut zu sammeln?
6. Spiritualität
Welche spirituelle Praxis begleitet dich?
Was stärkt deine Intuition und Verbindung zu dir selbst?
Diese sechs Perspektiven formen dein ganz persönliches Jahresprofil – ein Orakel, das tief geht, ohne kompliziert zu werden.
5. Die Quintessenz – der Numerologie-Schlüssel
Wie bei der 12-Monate-Projektion kannst du auch hier die Quintessenz berechnen:
- Addiere die Zahlenwerte aller sechs Karten,
- reduziere das Ergebnis auf eine Zahl von 1–22 (je nach System),
- und erhalte so die arkane Grundenergie deines Jahres.
Die Quintessenz zeigt nicht einzelne Ereignisse, sondern den übergeordneten Ton, das Thema „zwischen den Zeilen“.
6. Das Power Word – dein Jahresmantra

Nun folgt einer meiner liebsten Schritte:
das Power Word.
Benebell Wen stellt hierfür eine Liste von 88 Worten bereit – jedes ein Schlüssel, ein Kompass, ein energetischer Fokus.
Ein solches Wort ist kein „Vorsatz“, sondern ein talismanisches Leitmotiv, das dich durch das Jahr trägt.
Beispiele für Power Words:
- Klarheit
- Größe
- Vertrauen
- Mut
- Hingabe
- Fokus
- Heilung
- Integrität
- Offenheit
- Erweiterung
Wie findest du dein Power Word?
Hier einige Möglichkeiten:
- Wähle intuitiv ein Wort, das dich anzieht.
- Nutze einen Zufallsgenerator (z. B. eine Zahlen-App).
- Ziehe eine Karte, die das Wort inspiriert.
- Pendle es aus.
- Öffne ein Buch (z. B. Psalmen, Gedichte, Mythen) und nimm das Wort, das dich anspringt.
Wichtig ist, dass du dich öffnest und dich innerlich sammelst.
Viele beginnen mit einer kleinen Meditation oder einem kurzen Gebet – du kannst das ganz weltlich oder ganz spirituell halten.
Wenn du dein Wort gefunden hast, notiere es sichtbar:
- auf der ersten Seite deines Jahresjournals
- auf deinem Altar
- als Hintergrundbild
- an deinem Spiegel
- im Kalenderanfang von 2026
Das Power Word möchte immer wieder zu dir sprechen.
7. Integration – wie du all das in dein Jahr mitnimmst
Nun hast du:
- das Jahreselement (Teil 1),
- die 12-Monate-Projektion (Teil 2),
- die Six-Points-Revelation (Teil 3),
- deine persönliche Quintessenz,
- und dein Power Word.
Damit steht dir ein vollständiges, ganzheitliches Jahresorakel zur Verfügung.
Du kannst damit arbeiten:
- am Monatsanfang,
- zur Halbjahresreflexion,
- in den Raunächten des folgenden Jahres,
- oder immer dann, wenn du Orientierung möchtest.
Lass dein Orakel nicht in der Schublade verschwinden – es ist ein Wegbegleiter, kein Souvenir.
Abschluss des Dreiteilers
Mit diesem dritten Teil ist dein Jahresorakel komplett.
Du hast nun alle Bausteine, um dein Jahr bewusst zu gestalten, es zu begleiten und im Rückblick zu verstehen.

