Tarotwissen

Tarot, Astrologie, kreatives Schreiben

Interview mit Bianca Burow zu ihrem Mops-Tarot

Auf der Leip­ziger Buch­messe fiel mir dieses Jahr das Mops-Tarot ins Auge, das frisch zum großen Event auf den Markt gekommen war. Ich finde diesen Waite-Smith-Clone ziem­lich ori­gi­nell und habe daher die Macherin Bianca Burow dazu inter­wievt. Wei­tere Infos zum Verlag finden sich hier.

Kir­sten: Liebe Bianca, Ihr Verlag exi­stiert seit zwei Jahren und trägt den ori­gi­nellen Namen „Mops und Ente“ -  warum?

Bianca: Das ist ein echter Her­zens­name. Wir haben 3 Möpse — Rufus, Pollux und Alwine — und zwei Lauf­enten, die auch tat­säch­lich Fami­li­en­mit­glieder sind, Susi und Toffee. Der Name ist natür­lich auch aus Mar­ke­ting­tech­ni­schen Gründen inter­es­sant. Ich komme aus der Ver­lags­welt, die ja eher kon­ser­vativ und recht gemäch­lich ist. Der Name unseres Ver­lags ist da ein Eye­cat­cher. Unser Verlag pro­du­ziert eher Non_Book Artikel, wie zum Bei­spiel Tarot, aber auch Kalender und Karten.

Kir­sten: Was gefällt Ihnen denn so an Möpsen

Biance: Ich bin eigent­lich ein Kat­zen­mensch und Möpse sind Katzen unglaub­lich ähn­lich. Als ich vom Büro Job ins Home Office wech­selte, bot sich end­lich die Gele­gen­heit, welche anzu­schaffen.

Kir­sten: Wie kamen Sie denn auf die Idee ein Mops-Tarot zu ent­werfen? 

Bianca: Mein Mann und ich legen uns gerne die Karten. Das machen wir schon, seit wir uns kennen — seit über 20 Jahren. Irgend­wann sagte mein Mann eines Abends: Lass uns ein Mops-Tarot machen. Wir finden Tarot wirk­lich super, und wir fanden, dass man das Mops-Thema gut mit ihnen umsetzen kann.

Kir­sten: Das kann ich nach­voll­ziehen. Ich bin keine Freundin von Klonen, aber Ihr Deck ist wirk­lich sehr nied­lich. Was genau finden Sie denn gut an Tarot?

Bianca: Nun, es funk­tio­niert. Wenn man sich Zeit nimmt, kann man Ten­denzen erkennen. Nun, ich mag das Eso­te­ri­sche nicht so wirk­lich, aber — wir bewegen sehr viel — und ein kel­ti­sches Kreuz zeigt uns im Nach­hinein oft, was funk­tio­niert hat und was nicht. 

Darum weiß ich heute, dass die gelegten Karten sehr wahr­schein­lich zukunfts­wei­send sind. Auf der Buch­messe haben wir Leute Karten ziehen lassen. Und wer sich darauf ein­ge­lassen hat, bei dem hat das gut funk­tio­niert.

Ein Kel­ti­sches Kreuz mit dem Mops-Tarot, gesehen auf der Leip­ziger Buch­messe 2019

Kir­sten: Was genau meinen Sie mit „funk­tio­niert“?

Bianca: Das war magisch. Da waren bei­spiels­weise zwei Frauen, die haben die vier Kno­chen gezogen. Diese Karte kann ja auch Krank­heiten anzeigen und die eine der beiden war schwer krank — das habe ich ihr nur nicht ange­sehen. Da bekomme ich richtig Gän­se­haut. Die andere saß im Roll­stuhl und hat die Karte auch gezogen. Oder eine Frau, die sich gerade getrennt hatte, zog auch eine Karte, die genau dazu passte. Das kann natür­lich Zufall sein. aber viel­leicht auch nicht.

Kir­sten: Nun, Sie werden mich jetzt nicht als große Zweif­lerin erleben…. Sie machen das jetzt spie­le­risch seit 20 Jahren, treffen viel­leicht eine Ent­schei­dung oder schauen mal, was auf Sie zukommt. Mich inter­es­siert, wo Sie Ihre Deu­tungen gelernt haben, denn  Sie haben ja auch ein kleines Deu­tungs­buch bei­gelegt. 

Bianca: Ich habe zwei sehr gute Freun­dinnen, eine hat das richtig pro­fes­sio­nell gemacht und ich habe mir viele Auf­zeich­nungen gemacht, aus denen das Deu­tungs­buch ent­standen ist. Im Winter kommt dann auch noch der aus­führ­liche Mops-Alma­nach auf den Markt. 

Kir­sten: Dann sind Sie also eher eine Auto­di­daktin als dass Sie viel aus Büchern gelernt haben? Ich finde das toll, dass Men­schen, die nicht so aus den „Eso“-Kreisen kommen, den Mut haben, ihre eigenen Inter­pre­ta­tion auf den Markt zu bringen. 

Bianca: Ja, wir wollten das unbe­dingt machen. Gerade mit diesen sehr sen­si­blen Hunden. Auch wenn es wie ein Scherz­ar­tikel hätte wirken können…

Kir­sten: Ich freue mich ja immer über Deut­sche, die was mit Tarot machen, denn im Gegen­satz zu den anglo-amer­ka­ni­schen Tarot­be­gei­sterten sind wir da sehr unkreativ. Wo wir gerade bei Krea­ti­vität sind: Sie haben ja zwei zusätz­liche Karten ent­worfen, was hat es mit denen auf sich? 

Bianca: Naja, wir dachten, wenn wir schon so frech einen neuen Tarot ent­werfen, dann richtig. Der Ein­horn-Mops ist so etwas wie unsere per­sön­liche Signatur, es steht für Treue.

Das Ass der Stäbe aus dem Mops-Tarot von Bianca Burow

Kir­sten: Die Ele­mente werden im Mops-Tarot auch sehr ori­gi­nell dar­ge­stellt.

Bianca: Ja, wir habe die Näpfe (Kelche), die Kno­chen (Schwerter), die Würste (Münzen) und die Stöck­chen (Stäbe)

Alles, was im ori­ginal Rider Waite Tarot für den Men­schen Wert oder Bedeu­tung hat, ist im Mops Tarot mit Hunde-Werten ersetzt. Eine Wurst hat bei­spiels­weise einen Wert für einen Hund, eine Münze nicht, und so weiter …

Das Mops-Tarot kostet 25,- EUR und kann über Bianca Burrow direkt bezogen werden. Auch bei den Man­tiker können Exem­plare erworben werden.

Autor: Tarotwissen

I have been working with Tarot and Astrology for many years full-time and self-employed, teaching and counceling. I am also publishing books and articles about spiritual subjects. My main focus is: How to use ancient disciplines in our modern times. Since 2013 I have been president of the German Tarot Association: Tarot e.V. (www.tarotverband.de)

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